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Die Allianz für Fluggastrechte #rightsonboard wurde ins Leben gerufen, um die Rechte der Flugreisenden zu verteidigen – gegen die kontinuierlichen Bestrebungen der Fluggesellschaften, die Rechtsprechung zu ihren Gunsten zu ändern. #rightsonboard setzt sich zusammen aus Unternehmen und Verbraucherverbänden aus Deutschland, Frankreich, Österreich, Dänemark und Spanien.

Zum Glück für die Verbraucher konnten sich Kommission, Rat und Parlament bei ihrer Sitzung am 15. Juni 2015 nicht auf eine gemeinsame Richtung einigen und die luxemburgische Ratspräsidentschaft hat aktuell keine Ambitionen, das Thema Fluggastrechte voranzutreiben. Das bedeutet jedoch nicht, dass nicht weiterhin über eine Änderung der bestehenden Verordnung (EG) Nr. 261/2004 nachgedacht würde. Das Thema Fluggastrechte kann spätestens mit der nächsten Ratspräsidentschaft wieder an den Verhandlungstisch gebracht werden.

Die vorgeschlagene Änderung würde die bestehenden Fluggastrechte um etwa 72% einschränken. Laut einer Studie der Europäischen Kommission kommen Airlines mehr als 96 % der Entschädigungsforderungen von Reisenden schon heute nicht nach. In über 50% aller Fälle versäumen sie es außerdem die entsprechenden Versorgungsleistungen zu erbringen.

Darüber hinaus hoffen die Fluggesellschaften auf die Ausweitung der sogenannten außergewöhnlichen Umstände: zukünftig könnten technische Probleme zu den außergewöhnlichen Umständen zählen. Damit wären die Airlines von jeder Haftung, und somit auch von jeder Entschädigungszahlung an die Passagiere, befreit.

Unsere Mission ist es, die Passagierrechte zu schützen, das Bewusstsein für dieses Problem zu wecken und die rechtlichen Änderungen, die vom Europäischen Rat vorgeschlagen wurden, zu stoppen. Sie würden die Verbraucherrechte für Passagiere in ganz Europa faktisch aushebeln.

Jetzt liegt es an Ihnen. Es ist Zeit, unsere #rightsonboard zu verteidigen.